
Ranger-Tours - der Natur näher!!!
Versteck Schreiadler
Der Schreiadler Köderplatz liegt in einem der letzten Brutreviere, dieser in Deutschland vom Aussterben bedrohten Adlerart.
Die etwa 120 registrierten Brutpaare sind auf nur zwei Bundesländer verteilt. 100 BP leben in Mecklenburg/Vorpommern und 20 BP in Brandenburg.
Ende der 90er Jahre hatten wir allein im Naturpark Feldberger Seenlandschaft, 14 besetzte Reviere, danach ging es abwärts. Mittlerweile sind nur noch 5 BP übrig geblieben.
Diesen Missstand verdanken wir einer Umweltpolitik, in der intensive statt nachhaltige Land und Forstwirtschaft wichtiger ist, als Artenvielfalt und Biodiversität!
Trotz dieser traurigen Tatsache gelingt es mir schon seit Jahren, wenigstens eines dieser Brutpaare, an meinem Köderplatz zu konditionieren.


Bedenkt man, das es bis vor etwa 15 Jahren „fast“ unmöglich war, diesen in Deutschland zum aussterben verurteilen Adler formatfüllend zu fotografieren, erfüllt es mich mit besonderen Stolz, ihn euch präsentieren zu dürfen.
Oftmals wartet der Schreiadler schon, wie ihr auf diesem Foto unschwer erkennen könnt, völlig entspannt und ohne Scheu, auf einen zusätzlichen Happen. Aber, so faszinierend es aussieht, es ist auch ein untrügliches Zeichen von akutem Nahrungsmangel.

Regelmäßiger „Schreiadler-Catering-Service“ wird belohnt!
Seine natürlichen Beutetiere wie, Maulwürfe, Mäuse, Frösche und Schlangen, sind in unserer heutigen vogelunfreundlichen Kulturlandschaft Mangelware geworden.
Glücklicherweise verschmäht unser Pommernadler auch Aas nicht und so können kleine dargebotene Fleischstücke eine überlebenswichtige Rolle spielen, besonders während der Aufzuchtphase des Jungvogels.
Dieses außergewöhnliche Bild machte mein Fotofreund Dr. Alexander Bartl aus Kiel, kurz nachdem ich ihn und seine Kollegen im Schreiadler-Ansitz eingewiesen und die Köder ausgelegt hatte.
Herzlichen Dank nochmal auf diesem Wege, für den gelungenen „Schnappschuss“.
Sehr zum Unmut der Schreiadler, gesellen sich immer mal wieder Rohrweihen, Milane, Seeadler und Rabenvögel dazu.
Das Fotoversteck steht auf einer privaten Pferdekoppel, in einer Feuchtwiese, die sporadischen Wasserstandsschwankungen unterworfen ist.
Es handelt sich wieder um ein röhrenförmiges Versteck aus GFK und bietet 2-3 Fotografen ausreichend Platz. Außerdem besteht dort die Möglichkeit, aus der Bodenperspektive heraus zu fotografieren. Die Köder werden für den Fotografen nicht sichtbar, auf der Wiese und auf Stubben platziert.
Ein besonderer und seltener Gast ist dort der Schwarzstorch.
Hier noch eine sehr schöne Fotoserie von der Schreiadler-Koppulation.




























